Erster Windbrief

Hier findet sie den aktuellen Windbrief in digitaler Form, den in den letzten Tagen alle vertraglich mit der Krug Energie GmbH & Co KG
bzw. mit deren Projekttochter Windenergie Niederasphe verbundenen Flächeneigentümer und Bewirtschafter persönlich zugesandt bekamen. Weiterhin werden diese auch an verschiedenen Orten in der Gemeinde Münchhausen ausgelegt.

Mit diesem Windbrief wollen wir den Bürgern möglichst sachliche Informationen vor allem über die geplanten Arten- und Naturschutzmaßnahmen an den Windradstandorten geben. Dies schließt Inhalte der Gutachten, des Genehmigungsverfahrens und den Verweis auf weiterführende Informationen ein.

Die wichtigsten Fakten zu den geplanten Arten- und Naturschutzmaßnahmen an den Windradstandorten im Windpark Niederasphe

  1. Aus Arten- und Naturschutzgründen schreibt die Obere Naturschutzbehörde Maßnahmen für die Bewirtschaftung von rund 20 ha Acker- und 10 ha Grünlandfläche der 360 ha im Poolgebiet vor.
  2. Für das Grünland wird vom Betreiber die Abschaltung der Windenergieanlagen bei der Mahd verlangt.
  3. Für die Ackerflächen wird die Bewirtschaftung mit Energie- und Blühpflanzen verlangt, die auch in den Biogasanlagen der Region verwertet können.
  4. Für 92% der Flächen gibt es weder Bewirtschaftungsauflagen noch sind sie durch die Windenergieanlagen unmittelbar betroffen.
  5. Die Eigentümer dieser vertraglich gesicherten Flächen nahe den Windradstandorten waren vor Vertragsunterzeichnung von den geplanten Maßnahmen unterrichtet.
  6. Wir haben den Eigentümer zugesichert, sie mit der Umsetzung der Maßnahmen nicht alleine zu lassen, sondern mit den Bewirtschaftern ihrer Flächen eine gute Regelung mit einer finanziell attraktiven Entschädigung ähnlich wie für HALM-Blüh- oder von ökologischen Vorrangflächen, den Greeningflächen im Interesse des Umwelt-, Klima- und Naturschutzes für die Landwirte zu vereinbaren.
  7. Hierzu haben wir auch die Fragen zu den Prämien- und Fördermittelzahlungen mit den zuständigen Behörden und mit den Landwirten besprochen, damit keine wirtschaftlichen Nachteile entstehen.
  8. Selbstverständlich arbeiten wir bei dem bei dem seit 5 Jahren geplanten, beschlossenen und im Genehmigungsverfahren befindlichen Projekt kontinuierlich weiter an dessen Umsetzung.

Naturschutz- und Wirtschaftsverbände für mehr Windkraft

Nach dem Brandbrief der Wirtschaftverbände BDEW, BDI, VKU, BWE, DGB und VDMA und dem DGB vom November fordern auch alle großen Natur- und Umweltschutzverbänden in Deutschland gemeinsam dringend den rascheren und gleichzeitig naturverträglichen Windenergieausbau. Nur wenn die Temperaturerhöhung auf 1,5 Grad Celsius begrenzt wird, halten wir die Mega-Klimakrise auf, so die Verbände. Indes haben die Wirtschaftverbände Mitte März ihre dringliche Mahnung zum raschen Ausbau der erneuerbaren Energien erneuert.

Auch Vogelschützer für Windkraft und gegen pauschale Abstandsregel

Die Verbände, die auch Vogelschützer umfasst, befürchten, dass pauschale Mindestabstandsregelungen zur Wohnbebauung dazu führen, dass Windenergieanlagen vermehrt in bisher unzerschnittenen Räumen projektiert werden und verstärkend auf Konflikte mit dem Natur- und Artenschutz wirken. Die Verbände lehnen daher die aktuellen Vorschläge der Bundesregierung strikt ab, da damit weder mehr Akzeptanz, noch ein Erreichen der Klimaziele gewährleistet ist.

Erfolg der Energiewende für Erhalt der biologischen Vielfalt entscheidend

"Klimaerhitzung und Verlust der biologischen Vielfalt sind eng miteinander verwoben. Der Erfolg der Energiewende ist dabei entscheidend für das Erreichen unserer Klimaziele, insbesondere des 1,5°C-Ziels, und damit auch wesentlich für den langfristigen Erhalt der biologischen Vielfalt", so die gemeinsame Einschätzung der Umweltorganisationen in ihrer gemeinsamen Pressemitteilung.  

Windpark Niederasphe

Der aktuelle* Stand der Planungen:

  • Standorte sind gesichert*
  • Vertragliche Vereinbarungen für Grundstücke liegen vor*
  • Umsetzbarkeit an den geplanten Standorten und Abstände zur Wohnbebauung sind gegeben*
  • Technische Detailplanungen sind abgeschlossen*
  • Gutachten und alle übrigen Unterlagen liegen vollständig vor*
  • Seit Ende 2018 liegen die Genehmigungsunterlagen zum zweiten Mal nach 2017 bei der Genehmigungsbehörde, dem Regierungspräsidium in Gießen*

    *
    Unter Windpark Niederasphe finden Sie zu dieser kurzen schlagwortartigen Darstellung des Standes nähere Ausführungen.

Infomarkt zum Windpark:

Am 22.8.2019 fand in Niederasphe ein Infomarkt statt. Die im Vorfeld oder auf dem Infomarkt gestellten Fragen wurden gesammelt und werden auf der Seite der Gemeinde Münchhausen beantwortet. Die dort gezeigten Poster zu den Windenergieanlagen, deren Technik und Sicherheit, Schall und Schatten, Natur- und Artenschutz können Sie schon jetzt hier einsehen, sowie ausführliche Informationen zur Wirkung von Windkraft.

mehr zum »Windpark Niederasphe

Sonstige aktuelle Infos:

 

Krug-Energie führt Windvorhaben Görzhäuser Hof nicht fort

Die Krug-Energie GmbH & Co  KG prüft seit 2013 die Errichtung von Windenergieanlagen in Marburg. Über mehrere Jahre wurde die Fläche im Windvorranggebiet Görzhauser Hof untersucht. Nach längerem Abwägen haben wir uns nun angesichts der veränderten ökonomischen Rahmenbedingungen gegen die weitere Projektierung entschieden.

Bereits im Mai 2013 hat Krug-Energie GmbH & Co. KG mit der Stadt Marburg erste Gespräche zur Errichtung von Windkraftanlagen am Görzhäuser Hof geführt. In dem Entwurf eines neuen Teilregionalplans Energie in Mittelhessen war diese Fläche zu der Zeit bereits ausgewiesen. Das konkrete Vorhaben wurde seitens der Stadt klar befürwortet. Im Rahmen der öffentlichen Beteiligung zum Teilregionalplan durch das Regierungspräsidium Gießen gingen ebenfalls keine negativen Stellungnahmen, weder aus den politischen Kreisen noch von den ortsansässigen Ortsbeiräten, Verbänden oder den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort, ein. Bereits im Juni 2013 haben wir auch die ersten Grundbesitzer besucht und über unsere Projektidee gesprochen. Da sich sehr früh abzeichnete, dass das Windvorranggebiet Görzhäuser Hof in der Regionalplanung weiter verfolgt werden würde, haben wir im Frühjahr 2015 auch den größeren ansässigen Unternehmen vor Ort unsere Überlegungen zur Errichtung von Windkraftanlagen präsentiert. Das Vorhaben wurde durchweg positiv aufgenommen.

Da uns eine offene, transparente Planung stets wichtig war und ist, haben wir im Dezember 2015 eine Informationsveranstaltung für den Ortsbeirat im Bürgerhaus Michelbach organisiert. Im Januar 2016 erhielt die Stadt Marburg daraufhin die grundsätzliche Zustimmung des Ortsbeirates Michelbach zum Windenergievorhaben mit 7 zu 1 Stimmen.

Vor diesem Hintergrund haben wir den größten Teil der Gutachten, die zur Erstellung eines Genehmigungsantrages nach Bundesimmissionsschutzgesetz notwendig sind, in Auftrag gegeben. Die Fläche wurde sehr sorgsam auf lärmschutzrechtliche, artenschutzrechtliche und viele weitere Restriktionen untersucht und für planungsfähig befunden.

Die ökonomischen Rahmenbedingungen haben sich erheblich verändert. Alle Projektentwickler müssen zukünftig erfolgreich an einer Ausschreibung der Bundesnetzagentur teilgenommen haben, um wie in der Vergangenheit eine finanzielle Förderung für ihre Windkraftanlagen zu erhalten. Das neue Verfahren führte in den ersten Ausschreibungsrunden zu einer deutlichen Absenkung der Einspeisevergütung. Auch erfährt der Windpark am Görzhäuser Hof nicht mehr die Akzeptanz und den bisherigen hohen Zuspruch, die wir uns wünschen, um das Vorhaben erfolgreich umzusetzen. Dies alles veranlasst uns, das Projekt bis auf Weiteres nicht mehr zu verfolgen.

Wir bedanken uns bei allen Beteiligten, die uns während dieser Zeit tatkräftig unterstützt haben, insbesondere bei Pharmaserv, Siemens, GSK/Novartis, CSL sowie bei der Stadt Marburg.

Windpark Rauschenberg

Der aktuelle Stand:

  • Der Windpark "Rote Küppel" ist fertiggestellt, alle 5 Anlagen sind am Netz.
  • Hier können Sie im »Bautagebuch die Errichtung des Windparks nachverfolgen.
  • Am 23. April 2017 fand ein »Tag der offenen Baustelle im Windpark statt.