Windpark Niederasphe

Der aktuelle Stand der Planungen:

  • Standorte sind gesichert
  • Vertragliche Vereinbarungen für Grundstücke liegen vor
  • Umsetzbarkeit an den geplanten Standorten und Abstände zur Wohnbebauung ist gegeben
  • Technische Detailplanungen sind abgeschlossen
  • Gutachten und alle übrigen Unterlagen liegen vollständig vor
  • Vollständigkeit der Genehmigungsunterlagen ist erreicht (Stand Ende 2017)

Update:

  • Ende 2017 wurden die Genehmigungsunterlagen bei der Genehmigungsbehörde RP in Gießen vorgelegt.
  • Da zu diesem Zeitpunkt das Ergebnis der Ausschreibung von Stromkontingenten keine Wirtschaftlichkeit garantierte, wurde das Verfahren ausgesetzt.
  • Seit Ende 2018 liegen die Genehmigungsunterlagen zum zweiten Mal bei der Genehmigungsbehörde RP in Gießen.

Am 25. Mai 2016 wurde im DGH von Oberasphe der damalige Stand der Planungen berichtet.

Hier können Sie sich die »Präsentation (pdf, 3,2 MB) zu diesem Infoabend anschauen. Am 4. Juli 2016 wurde anhand dieser Präsentation auch noch einmal speziell der Ortsbeirat Niederasphe über den aktuellen Stand des Vorhabens „Windpark Niederasphe“ unterrichtet. Auf einer zusätzlichen Karte wurde zudem erläutert, warum ein sechster WEA-Standort notwendig ist. Ein Fremdprojektierer, der dort Flächen gesichert hatte, hätte andernfalls dort unabhängig vom Poolmodell bauen können. Der Ortsbeirat stimmte dem sechsten Windrad zu.
 
Die o.g. Präsentation wurde unverändert ein zweites Mal am 25. März 2019 im DGH von Niederasphe mit dem Hinweis auf den sechsten Standort gezeigt, da der Planungsstand ansonsten in allen wesentlichen Fragen unverändert gültig ist und mit den zustimmenden Beschlüssen der Ortsbeiräte und der Gemeindevertretung übereinstimmt. Eine Karte mit den 6 Standorten ist hier zur Einsicht eingestellt.
 
Den Entscheidungsweg der kommunalen Gremien in den letzten sieben Jahren finden Sie auf der Webseite der Gemeinde Münchhausen.
Eine Übersicht über den Planungsprozess seit 2011 und die Bürgerbeteiligung bei der Aufstellung des Teilregionalplans Energie, der die Privilegierung der Windkraft im Außenbereich auf 2% Windkraftvorrangflächen begrenzt, sowie alle Pläne finden Sie auf der Energie-Webseite des Regierungspräsidiums Mittelhessen.
 
Viele Fragen, die in Zusammenhang mit Erneuerbaren Energien und speziell der Nutzung von Windkraft aufkommen, sind an über 100 Standorten in Hessen schon gestellt und in Bürgerforen und Expertenhearings behandelt worden. Deren Ergebnisse sind auch mit Verweis auf tiefergehende Informationen auf Webseiten des Landes Hessen zusammengestellt worden. Zu einzelnen Themen verweisen wir unter Faktenchecks auf unserer Seite Erneuerbare Energien.
 

Wirkung von Windenergieanlagen

Da bekanntermaßen bestimmte einzelne Aspekte unabhängig von ihrer Behandlung im Genehmigungsverfahren überall immer wieder besondere Beachtung erfahren, hierzu ein paar Fakten. Für tiefergehende Beurteilungen der Faktenlage verweisen wir auf die in den Faktenchecks verlinkten Quellen zu wissenschaftlichen Untersuchungen.

Die im Alltag für die meisten Menschen wichtigste Infraschallquelle ist der Verkehr, selbst für diejenigen, die nicht in einem Fahrzeug sitzen. Nachts sinkt der Infraschallpegel deutlich auch in der Nähe von Windenergieanlagen ab, da sich die wichtige Infraschallquelle Verkehr verringert. Im Abstand von 150m bis 300m von Windkraftanlagen wird ein Infraschallpegel im gleichen Niveau gemessen, wie der vom Verkehr verursachte. Er lag bei Untersuchungen im im Bereich der Wohnbebauung bei 55 dB(G) bis 80 dB(G). Die Untersuchung der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (ein Link zu diesen ist im Faktencheck Infraschall zu finden) zeigte, dass bei 700m Abstand der Infraschallpegel bei eingeschalteten Anlagen nur unwesentlich höher als bei ausgeschalteten Anlagen. Grund hierfür ist, dass der Großteil des Infraschalls durch den Wind selbst verursacht wird. Fazit: Wenn die Genehmigungsgrundlagen eingehalten werden, sind von Windkraftanlagen keine negativen Auswirkungen durch Schallemissionen zu erwarten. Erfahrungen aus den Ländern mit den meisten Windkraftsanlagen u.a. Texas, Kalifornien und China bestätigen dies. Vor allem in diesen Ländern wird von Siemens, E.ON u.a. anderen deutschen Unternehmen in Milliardenhöhe investiert.
 
Das Thema Lebensqualität, in das auch die Aspekte Immobilienwert und Tourismus hineinspielen, sind ebenfalls schon mehrfach untersucht worden, wobei gerade hier viele subjektive Aspekte eine Rolle spielen. Beim Immobilienwert scheinen vor allem aktuelle Auseinandersetzungen über Standorte dabei die entscheidende zu spielen. Bei mittel- und langfristigen Beobachtungen bekommen dann wieder allgemeine Marktentwicklungen die Oberhand. Dies wird in unserem Landkreis auch durch die Entwicklung der Bauland- und Immobilienpreise in der Nähe von Windparks sowohl in Biedenkopf, wie in Stadtallendorf bestätigt. Die Preise haben parallel zum WEA-Ausbau nicht abgenommen sondern gar angezogen.
Untersuchungen in touristischen Regionen wie Oldenburg, die Eifel, aber auch in Nord- und Mittelhessen im Naturpark Meißner-Kaufunger Wald, im Lahn-Dill- und dem Vogelsbergkreis zeigen, dass keine negativen Entwicklungen zu beobachten sind. Befragungen von Gästen ergaben eine bis zu 90%ige Verneinung von negativen Wirkungen von WEAs auf ihre Entscheidung für die Region. Im Gegenteil, die Fremdenverkehrsämter zeigen die WEAs auf ihren Broschüren und Webseiten, bieten Windpark-Führungen an und Infotafeln behandeln die Folgen des Klimawandels, zeigen geeignete Standorte von Windenergieanlagen wie auch das Für-und-Wider der Windenergiegewinnung im Wald. Auch der Landkreis Marburg-Biedenkopf hat insbesondere für Fahrradtouristen neben solchen für Erneuerbare Energien aus Sonne, Wasser und Biomasse eine Themenroute Windenergie eingerichtet
 
Weiterhin wird in einer Bürgerinformationsveranstaltung voraussichtlich Mitte August Gelegenheit sein, Fachleuten Ihre Fragen zustellen. Zur Vorbereitung soll es die Möglichkeit geben diese vorab einzureichen. Sobald die HessenAgentur hierzu ein Portal geschaltet hat, werden wir es hier verlinken.
 
 
Wenn Sie weitere Fragen haben, sprechen Sie uns an.

Kontakt: 

Michael Meinel
Energieprojektberater

Tel.: 06457/899602-70
Mobil: 0151-54444799

 

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